© TMV/Allrich

Galicien: Camiño dos Faros

Ausgabe 196 – September/Oktober 2017

Spanien

Die Galicier sind stolz auf ihren Camiño dos Faros. Wahrscheinlich wandern hier mehr Einheimische als Touristen.

Die Galicier sind stolz auf ihren Camiño dos Faros. Wahrscheinlich wandern hier mehr Einheimische als Touristen.

Die Galicier sind stolz auf ihren Camiño dos Faros. Wahrscheinlich wandern hier mehr Einheimische als Touristen.

Mit dem romantischen Mühlenweg entfernt man sich von der Küste und entdeckt die Überbleibsel zahlreicher Mühlen

Mit dem romantischen Mühlenweg entfernt man sich von der Küste und entdeckt die Überbleibsel zahlreicher Mühlen

Mit dem romantischen Mühlenweg entfernt man sich von der Küste und entdeckt die Überbleibsel zahlreicher Mühlen

Nicht bodennah, sondern mannshoch sind die kratzigen Äste des Ginsters. Ein Suchbild mit Claus ...

Nicht bodennah, sondern mannshoch sind die kratzigen Äste des Ginsters. Ein Suchbild mit Claus ...

Nicht bodennah, sondern mannshoch sind die kratzigen Äste des Ginsters. Ein Suchbild mit Claus ...

Nicht nur weiße Strände, prächtige Aussichten und Leuchttürme bietet der Camiño dos Faros.  Zur Abwechslung gehören auch dschungelartige Wälder.

Nicht nur weiße Strände, prächtige Aussichten und Leuchttürme bietet der Camiño dos Faros. Zur Abwechslung gehören auch dschungelartige Wälder.

Nicht nur weiße Strände, prächtige Aussichten und Leuchttürme bietet der Camiño dos Faros. Zur Abwechslung gehören auch dschungelartige Wälder.

Am Kap Finisterre verabschiedete ich mich vor einem Jahr vom Camiño dos Faros und von meinem Wanderführer Alex.

Von meinen Wandererlebnissen völlig begeistert, rief ich ihm spontan zu: „Nächstes Jahr im April wandere ich auch noch von Malpica nach Arou!“. Gesagt, getan … fast auf den Tag genau stehen wir an einem sonnigwarmen Freitagmorgen am Hafen des rund 5.600 Einwohner zählenden Städtchens Malpica.

Hier am nordöstlichen Ende der Costa da Morte, der Todesküste, startet der Camiño dos Faros zum Ende der Welt, dem Kap Finisterre. Das „wir“ schließt meinen Wanderkumpel Claus mit ein. Auf Alex allerdings müssen wir leider verzichten; er lebt inzwischen auf den zu Schottland gehörenden Shetlands.

Die morgendliche Stimmung lässt sich mit einem Wort beschreiben: entspannt. Fischerboote dümpeln im hier ruhigen Wasser des Atlantiks. Die bereits warme Luft trägt Gerüche von Salz und Fisch zu uns. Auf einem der Fischerboote hocken zwei Möwen auf der Reling und genießen offensichtlich das sanfte Schaukeln. Auch ein langsam aus dem Hafen tuckerndes Boot scheint sie nicht zu stören. Hinter der sich wie ein Riegel ins Meer schiebenden Kaimauer hängt der Morgendunst, aus dem sich langsam die Umrisse der nördlichen Küstenlinie schälen. Wir schultern unsere Rucksäcke und suchen eine erste Markierung, die uns auf den Camiño dos Faros bringt. Vor einem kleinen Café sitzt ein älterer Mann, behutsam weist er uns die Richtung und gibt ein freundliches „Buen Camiño“ mit auf den Weg. Da habe ich keine Sorge, ist doch der Beginn bereits voller Stimmung.

Etappe 1: Malpica – Cabo Santo Hadrián Praia Niñóns

Malpica erstreckt sich über eine Halbinsel, auf deren anderer Seite ein Sandstrand zwischen Meer und Ortsrand liegt. Als wüsste der Atlantik, dass hier nun die Costa da Morte beginnt, zeigt er sich sogleich von seiner ungestümeren Seite. Von der Promenade lässt sich schon gut erkennen, wo die Wanderung hingeht: zum Cabo Santo Hadrián mit der dem heiligen San Adrian gewidmeten Kapelle. Nicht umsonst wird dieser Platz als „Balkon über dem Meer“ bezeichnet, denn fast 200 m über dem Meer ist die Aussicht auf Malpica und die vorgelagerten Inseln Sisargas mit dem 1919 erbauten Leuchtturm grandios. Nicht minder grandios wäre es wohl, wenn das Wasser der kurz vor der Kapelle befindlichen Quelle tatsächlich heilsame Wirkung hätte. Warzen soll es „vertreiben“ können – das wird ihr zumindest nachgesagt.

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Wie ich bereits im vergangenen Jahr erleben konnte, zeigt sich auch auf der ersten Etappe die ganze Vielfältigkeit des Camiño dos Faros. Schmalen Pfaden folgend, schlängeln wir uns durch ein Meer von gelb und lila blühenden Sträuchern und Blumen immer dicht entlang der felsigen Steilküste. Traumhafte kleine Badebuchten und weiße Sandstrände sorgen zudem dafür, dass die Wanderdurchschnittsgeschwindigkeit eher niedrig bleibt. Unmittelbar vor dem Dorf Seiruga erstreckt sich zur Linken eine schmale Ría, eine für die galicische Küste typische, zumeist tief ins Land reichende Meeresbucht. Dass Rías aus Flusstälern hervorgingen, können wir hier gut erkennen. Je nach Tide ist der sandige Mündungsbereich mehr oder weniger stark geflutet, landeinwärts ist der Lauf eines Flüsschens zu sehen. Wir stehen auf einer Felskante, als Claus fragt: „Haben wir eine Markierung übersehen?“ Mhh, gute Frage, denke ich und schaue auf mein GPS-Gerät. „Nein. Es geht tatsächlich hier rüber.“ Markierungen sind zwar keine auszumachen, aber der Wegverlauf anhand von Karte und Track sind eindeutig. Es heißt also eine passende Stelle zum Furten finden … Schuhe aus, Augen auf und durch. ...



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