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Die Heilkraft der Natur: Wandern steigert die Lebenskraft

News

12.08.2013

Foto: Bergzeit

Der amerikanische Wissenschaftler Robert Ulrich (Universität Texas) erforschte, dass die Natur mehr Heilkraft besitzt, als angenommen. So genügt bereits ein kurzer Aufenthalt in freier Natur oder das Betrachten der Natur, um sich zu entspannen, wodurch sich unter anderem Blutdruck und Herzschlag normalisieren. Diese Kraft spüren scheinbar viele Menschen. Denn in Deutschland wandern rund 34 Millionen Menschen regelmäßig und genießen sowohl die Natur als auch die wunderbare Stille - fernab vom Alltagsstress. 

Wandern hält gesund

Wer gesund bleiben möchte, sollte sich nicht nur dementsprechend ausgewogen ernähren, sondern auch auf ausreichend Bewegung achten. Unabhängig vom Alter, Bewegung hält fit und gesund. Bewegungsmuffel beanspruchen immer die gleichen Muskeln, wodurch schnell Muskelverspannungen und Gelenkschmerzen entstehen können. So kann Bewegungsmangel Ursache für viele Krankheiten sein, z. B. Rückenbeschwerden, Übergewicht, Herz-Kreislauf-Probleme u.v.m. Wer sich also regelmäßig bewegt, stärkt seine Muskeln, hält seine Gelenke geschmeidig und bringt sowohl das Herz-Kreislauf-System als auch den Stoffwechsel in Schwung. Folglich fühlt man sich rundum wohl, gesund und glücklich. Gerade für Berufstätige ist es von großer Bedeutung regelmäßig Stress abzubauen. Denn Stress ist Gift für den Körper und macht auf Dauer krank. Wichtig dabei ist, dass jeder die Sportart wählt, die einem am meisten Spaß macht. Man darf sich auf keinen Fall quälen. Wandern bietet allerdings die Möglichkeit für ein sehr sanftes, gelenkschonendes Training.

Wandern gilt als sanftes Konditionstraining und ist für jedes Alter geeignet. Wandern mit Kindern benötigt allerdings eine gute Vorbereitung. Ausführliche Infos hierzu finden Sie beim Alpenverein. Wandern ist vor allem deswegen so beliebt, weil es Natur und Bewegung miteinander verbindet und die Lebensgeister aktiviert. Nach einer Wandertour fühlt man sich von Kopf bis Fuß vitalisiert. Schließlich liegen die Vorteile des Wanderns für die Gesundheit klar auf der Hand:

  • Wandern stärkt das Herz
  • Wandern senkt das Cholesterin
  • Wandern senkt den Blutdruck
  • Wandern kräftigt die Lunge
  • Wandern kräftigt Gelenke, Muskulatur und Sehnen
  • Wandern regt den Stoffwechsel an
  • Wandern stärkt das Immunsystem
  • Wandern baut Stress ab
  • Wandern setzt Glückshormone frei

Gesundheitstipps zum Wandern

Natürlich ist die Voraussetzung zum Wandern eine solide Grundausrüstung, die aus optimal sitzenden Wanderschuhen, angenehmer Outdoor-Kleidung, einem Wanderrucksack sowie Proviant und einer Notfallapotheke besteht. Aber wie verhält man sich wirklich richtig, wenn es während dem Gehen auf einmal überall zwickt oder man gestürzt ist?

Kleine Wunden reinigt man mit Wasser und desinfiziert sie bei starker Verschmutzung. Anschließend lässt man die Wunden an der Luft trocknen und verklebt sie mit einem Pflaster, um sie vor Infektionen zu schützen.

Größere Wunden müssen mit sterilen Mullkompressen abgedeckt werden. Schwere Blutungen müssen durch einen Druckverband gestoppt werden. Dabei muss der entsprechende Körperteil hoch gelagert werden. Am besten gleichzeitig sofort den Rettungsdienst verständigen. Sollte aus der Wunde trotz Verband Blut austreten, muss ein zweiter Druckverband über den ersten angelegt werden. Im Notfall sollte die zuführende Ader abgedrückt werden.

Verstauchungen müssen gekühlt, hoch gelagert und mit einem Kompressionsverband versehen werden. Das Gelenk sollte im weiteren Verlauf nicht unnötig belastet werden. Sollte der Verletzte nicht mehr gehen können, muss der Rettungsdienst informiert werden.

Bei Brüchen muss der Verletzte so lange ruhig gelagert werden, bis der Rettungsdienst eintrifft. Vermeiden Sie jede Bewegung des Verletzten, vor allem wenn Sie nicht einschätzen können, ob die Wirbelsäule betroffen ist.

Beim Wandern geschieht es nicht selten, dass sich Wanderer einen Sonnenstich holen. Dieser entsteht, wenn die Sonne zu lange direkt auf einen ungeschützten Kopf scheint. Typische Symptome sind: heißer Kopf, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, steifer Nacken. Betroffene müssen sofort in den Schatten gebracht werden, wo der Kopf hoch gelagert und gekühlt werden muss.

Am besten schützt man sich vor Blasen mit perfekt sitzenden und gut eingelaufenen Wanderschuhen. Wer seine Problemstellen kennt, sollte sie bereits vor der Tour entsprechend tapen. Sollten Sie sich doch eine Blase laufen, stechen Sie diese niemals auf. Denn solange die Blase geschlossen ist, kann sie sich auch nicht infizieren. Am besten mit einem Blasenpflaster abkleben, das den Druck mindert. Ist sie bereits aufgerieben, muss sie sofort desinfiziert werden. Eine Infektion erkennt man daran, dass der Rand der Blase gerötet ist und ein pochender Schmerz an der Stelle auftritt.

Die Natur hat leider nicht nur ihre schönen Seiten, sondern auch kleine Tücken, wie z. B. Zecken. Meiden Sie am besten durch hohes Gras zu gehen. Tragen Sie lange, helle Kleidung. Darauf sind Zecken schnell zu sehen. Reiben Sie nicht bedeckte Körperstellen mit Insekten abweisendem Mittel ein. Last but not least: Untersuchen Sie nach jeder Tour Ihren Körper auf Zecken. Sollten Sie einen kleinen blutsaugenden Parasiten entdecken, entfernen Sie ihn mit einer flachen Pinzette. Dabei müssen Sie so nah wie möglich an der Haut ansetzen. Danach sollten Sie die Stelle unbedingt beobachten, ob sie sich verfärbt. Sollte eine Verfärbung eintreten, müssen Sie unbedingt den Arzt aufsuchen.

Dieser Artikel wurde von Verena K. (freie Redakteurin bei Bergzeit.de) eingereicht. 


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