© Klaus-Peter Kappest

Kyrill-Pfad in Schmallenberg-Schanze erhält DLKG Förderpreis 2009

Deutschland

09.11.2009

Bild v.l.n.r.: Dr. agr. Armin Wehner, Vorsitzender der DLKG, Preisträger Fred Josef Hansen und Karl Ludwig Völkel, Bürgermeister von Erndte-brück.

Auf der diesjährigen Bundestagung der Deutschen Landeskulturgesellschaft (DLKG) vom 14. bis 16. Oktober in Würzburg wurde Fred-Josef Hansen aus Kirchhundem der Förderpreis der DLKG für die Umsetzung des Projektes „Kyrill-Pfad“ verliehen. Der Preis wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen und zeichnet praktische Leistungen zur Landeskultur, wie besonders erfolgreiche Projekte zur integrierten ländlichen Entwicklung, aus. In seiner Laudatio würdigte Karl Ludwig Völkel, Bürgermeister von Erndtebrück und Mitglied des Bundesvorstands der DLKG, das Engagement von Hansen, der den Kyrill-Pfad in Schmallenberg-Schanze im Sauerland initiiert und realisiert hat.

Von der Idee zur Realisierung

Nachdem der Orkan Kyrill am 18. und 19. Januar 2007 Südwestfalen heimsuchte und die größte Naturkatastrophe der Region verursachte, kam Hansen eine Idee: Warum nicht auf einer Fläche den Wald so erhalten, wie ihn Kyrill hinterließ? Warum nicht eine repräsentative Referenzfläche einrichten und damit ein einmaliges Anschauungs- und Erlebnisprojekt schaffen? Auf Grund der Initiative von Hansen stellte das Land NRW eine Kyrill-Schadensfläche von ca. 3,5 ha Größe für die Realisierung zur Verfügung.

Zeugen der unbändigen Kraft des Orkans

Auf einem über 1000 Meter langen Pfad ist für den Besucher das Chaos, das durch Kyrill entstanden ist, unmittelbar und hautnah erlebbar. Über steile Trittleitern, Brücken, Holzstege und liegende Baumstämme führt der Pfad an Baumstümpfen, Baumwurzeln, umgestürzten Bäumen, zerborstenen und zersplitterten Stämmen vorbei, die quer übereinander und umeinander liegen, und von der unbändigen Kraft des Orkans zeugen.

Aussichtsreich und barrierefrei

Im Kernbereich der Fläche hat der Besucher auf Aussichtsplattformen einen grandiosen Blick ins Zentrum der Sturmschäden und über die gesamte von Kyrill zerstörte Waldfläche.Gleichzeitig kann der Besucher betrachten, wie die Natur neues Leben erschafft. Die Natur gestaltet den Wald hier auf ihre Weise neu – auf den Stegen werden die Besucher Zeugen dieses faszinierenden Prozesses. Eine Besonderheit des Kyrill-Pfads: ein Teil des Pfades von ca. 250 Metern Länge ist barrierefrei angelegt. So können auch Rollstuhlfahrer und Familien mit Kleinkindern die Sturmfläche erleben. Beide Pfade beginnen an der neu errichteten Ranger-Station in Schmallenberg-Schanze im Hochsauerland.

Reiche Unterstützung

Der Pfad wurde im wesentlichen von den Rangern des Landesbetriebes Wald und Holz unter der Leitung von Fred-Josef Hansen konzipiert und erbaut. Maßgebliche Hilfe erhielt das Projekt durch die Dorfgemeinschaft Schanze, die Stadt Schmallenberg, den Rothaarsteigverein und den Verein „Freunde und Förderer des Rothaarsteiges“.


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