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Ausgabe 154 September/Oktober 2010

Wander-Apps fürs iPhone: Coole Features für unterwegs

Smartphones wie das iPhone von Apple sind kein vollwertiger Ersatz für Outdoor-GPS-Geräte. Als solche sind sie auch gar nicht gedacht, dazu sind sie zu empfindlich. Zudem ist der Akku bei permanentem GPS-Betrieb nach wenigen Stunden leer. Dafür leisten die modernen Handys Dinge, an die bei einem traditionellen GPS-Gerät nicht einmal zu denken ist: „Wie heißen die Gipfel in der Umgebung?“, „Hat die nächste Hütte heute Ruhetag?“ und vieles mehr.

Über das Suchfeld rechts oben in iTunes finden sich schnell  bestimmte Apps – auch ohne iPhone

Über das Suchfeld rechts oben
in iTunes finden sich schnell
bestimmte Apps –
auch ohne iPhone.

Bei den Smartphones handelt es sich schließlich um Mini-Computer, auf denen fast jede beliebige Anwendung läuft, darunter nützliche Applikationen zum Wandern, kurz Apps genannt. Wir konzentrieren uns auf die Apps für das iPhone – weil es davon mit etwa 250.000 am meisten gibt.

Voraussetzung für den sinnvollen Einsatz draußen ist ein Gerät mit integriertem GPS-Empfänger. Das haben, von der ersten Generation abgesehen, alle iPhones: also die Modelle 3G, 3GS sowie das neue 4er. Die meisten hier vorgestellten Apps sind gratis, andere kosten zwischen 80 Cent und drei Euro.

Alle Applikationen lassen sich über das kostenlose Programm iTunes (www.apple.com/de/itunes/download) laden. Hier können Sie sich, selbst wenn Sie kein iPhone besitzen, einen Überblick über die Vielfalt der Outdoor-Apps verschaffen. Probieren Sie es aus, indem Sie rechts oben in das Suchfeld im „iTunes Store“ des Programms ein Stichwort Ihrer Wahl eingeben. Das kann eine Gegend, ein Gebirge, ein Ort oder ähnliches sein. Aus allen Apps sucht iTunes die passenden Treffer heraus.

Kostenlos, aber trotzdem herausragend ist GPS-Tracks: Dieses App enthält exakte topografische Karten von Deutschland, Österreich und der Schweiz im Maßstab von 1:25.000. Andere Länder lassen sich als kostenlose Open Street Maps nachladen. GPS-Tracks ist fürs Wandern, Radfahren und Geocaching („Schatzsuche“ über Geokoordinaten) konzipiert, lässt sich aber ebenso für Skitouren verwenden. Sogar das freie Routing analog zum Auto-Navi ist über das Freizeitwegenetz möglich. Zudem stehen mehr als 5.000 fertige Touren sowie über 250.000 so genannte POIs (Points of interest) zur Verfügung, also Hütten, Hotels sowie Sehenswürdigkeiten. Schließlich zeichnet GPS-Tracks die selbst zurückgelegte Strecken auf. Über den Direkt-Link http://tinyurl.com/38cvsnr erhalten Sie im Internet weitere Information, darunter drei Videos, die den Gebrauch auf dem iPhone erläutern.

Ganz neu ist der Scout von MagicMaps. Dieses iPhone-App erstellt Tourenstatistiken wie Höhenprofil, zurückgelegte Strecke, Geschwindigkeit usw. Damit lässt es sich auch als Fahrradcomputer verwenden. Als Kartenmaterial dienen wieder die Open Street Maps, die online aufs Gerät geladen werden. Wer keine Flatrate hat, kann zudem genaue topografische Karten kaufen und diese auf dem iPhone speichern. Scout kostet 2,99 Euro.


Digitale Karten aus Österreich stellt das kostenlose iAlps Austria zur Verfügung. Dazu gibt es Informationen, Fotos sowie Routentipps. Das Pendant für die Schweiz heißt Swiss Hike: Das App beinhaltet 32 Wanderungen inklusive Höhenprofilen, Länge, Dauer, Schwierigkeitsgrad und zugehörigem Swisstopo-Kartenausschnitt 1:25.000.

Ganz Deutschland in einer Anwendung zusammenzufassen, macht keinen Sinn. Statt alle möglichen Apps aufzuzählen, suchen Sie die passenden wie beschrieben über das Suchfeld in iTunes heraus: Erwähnenswert sind die ADAC-Wanderführer zu vielen Gebieten zum Preis von jeweils 9,99 Euro je Gebiet. Zahlreiche lokale Apps stellen die Fremdenverkehrsämter der Region zur Verfügung, darunter der Bayerische Wald, Oberbayern Maps, Münchner Hausberge, der Main Radweg und viele andere mehr. Über diese praktische Suche gehen Sie auch vor, wenn Sie Apps zu einem Gebiet oder Ort im Ausland suchen.

Mit 79 Cent sehr preiswert ist das Tourenportal, ein mobiler Tourenführer zu Zielen und Berggipfeln in Oberbayern und Österreich, der gut 3.000 fertige Routen zum Wandern umfasst. Die detaillierten Karten stammen von Kompass. Die kostenlose, weltweite Satellitenansicht Google Earth kennen Sie vermutlich bereits vom Computer. Die mobile Version fürs Handy zeigt nicht nur, wo man sich im Gelände gerade befindet. Daneben lassen sich Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Ähnlichem per Finger-Tipp abrufen. Weitere Apps zum Aufzeichnen oder als Kompassanzeige runden das Angebot ab. So überzeugt MotionX für 2,39 Euro (in Englisch).

Wenn Sie bereits unterwegs sind und wissen möchten, wie sich das lokale Wetter am Nachmittag oder am nächsten Tag entwickelt, helfen Wetter-Apps weiter. Diese Dienste greifen automatisch auf die Koordinaten des integrierten GPS-Empfängers zu, so dass Sie nicht einmal einen Ort einzutippen brauchen. Wir haben das App von Wetter.de geladen, es stehen aber zahlreiche andere zur kostenlosen Installation bereit: dazu einfach „Wetter“ als Stichwort im iTunes Store eingeben.

Sehr nützlich sind die beiden Programme Peak.ar und Peaks zur Gipfelbestimmung. Wer kennt das nicht? Da hat man irgendwo eine prächtige Aussicht, weiß aber nicht, wie die Gipfel drum herum heißen. Peaks für 2,39 Euro sowie das kostenlose Peak.ar zeigen alle markanten Berge mit präziser Höhenangabe und Entfernung – wow!

Der komplette Artikel als PDF   Wander-Apps fürs iPhone.pdf (184,37 KB)



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