Ausgabe 128 (April/Mai 2006)
Valle Maira - das andere Piemont
Im Gebiet der Cottischen Alpen im südlichen Piemont lässt sich eine der ursprünglichsten Regionen Italiens erleben: das Valle Maira. Herrliche Täler und Berge, darunter und der mit 3.841 Metern alles überragende Monviso, lassen Wanderherzen höher schlagen. Die traditionellen Steinhäuser und uralten Kulturlandschaften sind Merkmale der Bergbauernwirtschaft. Die vielen Kirchtürme zeugen von vergangenem Reichtum. Doch auch heute ist die Gegend reich: an Wandermöglichkeiten, Pflanzenarten und an Gastfreundschaft ...
Dronero, der große Marktort am Eingang und Ausgang des Valle Maira
Das Mairatal - ein Paradies für
Wanderer, die die Ruhe schätzen
Den ersten Blick auf die – oder den – Maira (so genau wissen das nicht einmal die Einheimischen) genießen wir bei einem Cappuccino am zentralen Platz in Dronero und planen mit der soeben erworbenen Wanderkarte unsere Touren unter gewissen Startschwierigkeiten, denn die zugehörigen Wanderbroschüren gibt es nur auf Italienisch und Französisch.
Na gut, probieren wir unsere Italienischkenntnisse und das Schulfranzösisch mal wieder aus. Percorsi“ heißt „Wege“, das ist einfach, aber „Occitani“? Dank Internet haben wir schon zu Hause erfahren, dass mit Occitanien einst ein Landstrich bezeichnet wurde, der sich vom Mittelmeer bis ins Piemont zog. Die verbindende Sprache war Okzitanisch, das noch heute im Mairatal gesprochen wird, was auch durch die zweisprachigen Ortsschilder (Italienisch/Okzitanisch) deutlich wird. …
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